Human Security Report 2012

Seit Oktober 2012 liegt der neue „Human Scurity Report“ des Human Security Report Project (HSRP), einer an der Simon-Fraser-University in Vancouver (Canada) beheimateten Forschergruppe, vor.

Zu den diesjährigen Schwerpunktthemen gehören sexuelle Gewalt und Übergriffe in Kriegs- und Krisengebieten: „It finds, among other things, that the mainstream narrative exaggerates the prevalence of combatant-perpetrated sexual violence, while largely ignoring the far more pervasive domestic sexual violence perpetrated in wartime by family members and acquaintances.“

Außerdem beschäftigt sich der Jahresbericht u.a. mit Trends in Konflikten, bei denen nichtstaatliche Akteure, wie die Taliban in Afghanistan, die FARC in Kolumbien oder andere lokale Gruppen in Kriegs- und Krisengebieten beteiligt sind.

Global Trends in Non-State Conflicts and Battle Deaths, 1989–2009

Quelle: Human Security Report Project, Human Security Report 2012: Sexual Violence, Education, and War: Beyond the Mainstream Narrative, (Vancouver: Human Security Press, 2012): S. 189.

Bei generell hohem Konfliktniveau zeigt sich dabei ein Rückgang der Opferzahlen im Berichtszeitraum 1989 – 2009.

Besondere Bedeutung haben derartige Konflikte in Afrika entfaltet, wie die folgende Abbildung aus dem Report zeigt.

Regional Trends in Non-State Conflicts, 1989–2009

 

Quelle: Human Security Report Project, Human Security Report 2012: Sexual Violence, Education, and War: Beyond the Mainstream Narrative, (Vancouver: Human Security Press, 2012): S. 193.

Viele dieser Konflikte – so zeigen Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre – entzünden sich an Veränderungen beim Zugang zu Ressourcen, wie Weideland oder Wasser aufgrund von Niederschlagsveränderungen.

Übergänge („Regime transitions“) sind weitere Anlässe, an denen sich Konflikte mit und zwischen nicht-staatlichen Akteuren entzünden.

Die Daten und Analysen des Human Security Reports weisen mit Blick auf aktuelle Entwicklungen auf die wachsende Bedeutung der Sicherheitsvorbereitung für Unternehmen und Organisationen hin, die in Westafrika oder dem Magreb tätig sind.

Lokale Konflikte sind von außen schwer zu erkennen, flüchtig in der Organisation und in ihren Ausdrucksformen, können aber für Personal vor Ort drastische Auswirkungen haben.

Für das Krisenmanagement bei der Bewältigung solcher Situationen ist gute und regelmäßige Vorbereitung ein zentraler Schlüssel. Auf einer elementaren Ebene, bei der es sich um die Bewußtmachung „typischer“ Konfliktdynamiken und Konstellationen geht, können Konfliktsimulationen, wie Andean Abyss als Abbildung der kolumbianischen Trgödie interessante Instrumente darstellen.

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