Nach der Restrukturierung: Unternehmen gesund, Mitarbeiter krank?

Sanierung und Restrukturierung werden – gerade in größeren Unternehmen – immer mehr zu einem kontinuierlich auftretenden Normalfall und stellen längst keine Ausnahmesituation mehr im Lebenszyklus einer Organisation dar.

Höchte Zeit, sich auch einmal systematisch mit den Folgen für die Mitarbeiter auseinander zu setzen – und zwar diejenigen, die nach einer Restrukturierung und einem häufig damit verbundenen Personalabbau zurück bleiben. Zwar gibt es bereits seit längerer Zeit empirische Untersuchungen zur Situation von Verbleibenden in deutschen Unternehmen, doch der Zusammenhang von Gesundheit und Restrukturierung wird erst seit kurzem systematisch untersucht.

Dabei sind die Effekte, die im Raum stehen, massiv: sie reichen von psychosomatischen Auswirkungen (gestörter Schlaf, wachsendes Stressempfinden) über einen Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (bis hin zu einer steigenden Sterblichkeitsrate!) zu einer Zunahme des Suchtverhaltens und enden bei einer Verdopplung der Anzahl von Erwerbsunfähigkeitsrenten.

Diese Folgen belasten durchaus nicht nur die Solidargemeinschaft, sondern stellen auch erhebliche Kostenwirkungen (Krankenstand, Demotivation, Qualitätseinbussen) für ein Unternehmen dar, das eine Restrukturierung durchlaufen hat.

Damit die Organisation kein „Drehtürpatient“ wird, darf die „Veränderung nach der Veränderung“ nicht länger ignoriert werden.

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